
Filipendula ulmaria
Süsse Fülle, Überfluss, Milderung, Fluss und Lösung, Wärme in Bewegung
Süsse Fülle, Überfluss, Milderung, Fluss und Lösung, Wärme in Bewegung
Die mildernde Königin
Das Mädesüss ist die Pflanze der süssen Fülle und der milden Lösung. Wo Hitze, Spannung und Starrheit sich festgesetzt haben — in Gelenken, Muskeln, Schleimhäuten — bringt die Wiesenkönigin Fluss und Milderung. Der Mädesüss-Typ trägt viel und gibt viel, neigt zur Überhitzung und zum Festhalten. Die Pflanze fördert die Bereitschaft, Spannung loszulassen und sich dem Fluss anzuvertrauen — so wie das Wasser, an dem sie wächst, alles in Bewegung hält.
Mädesüss, Wiesenkönigin
Das Mädesüss ist in ganz Europa und Nordasien verbreitet und wächst an nährstoffreichen, feuchten bis nassen Standorten: Bachufern, Nasswiesen, Auwäldern und Gräben. In der Schweiz ist es im Mittelland und in den Voralpen häufig.
Ceres bezieht Mädesüss aus Wildsammlung. Die unterirdischen Teile (Wurzeln und Wurzelstock) werden im Herbst von Hand geerntet.
Das Mädesüss gehört zu den geschichtsträchtigsten Heilpflanzen Europas. In der Bronzezeit wurde es in Schottland und England in Gräbern beigelegt, was auf rituelle und heilkundliche Bedeutung hindeutet. Die Kelten und Germanen schätzten es als Opferpflanze und verwendeten es im Mittelalter als Aromatisierungsmittel für Met und Bier — daher der Name «Metsüsse». Salicylsäure wurde 1853 erstmals aus Mädesüssblüten isoliert und gab dem späteren Aspirin seinen Namen («Spireae herba» → «Aspirin»).
Traditionell wurde Mädesüss bei Erkältungskrankheiten, Fieber und grippalen Infekten eingesetzt — schweiss- und harntreibend. Bei rheumatischen Beschwerden, Gicht und Muskelschmerzen galt es als mildes Schmerz- und Entzündungsmittel. In der Frauenheilkunde fand es Verwendung bei Regelschmerzen. Äusserlich wurden Umschläge bei Wunden und Hauterkrankungen angewendet. In der Homöopathie wird es (als Spiraea ulmaria) bei akutem und chronischem Gelenkrheumatismus eingesetzt.
In der Ceres-Signaturlehre verkörpert das Mädesüss Fülle und Milde: Die überschwäppenden, cremefarbenen Blütenrispen, die intensiv süsslich duften, der Wasserstandort, der Fluss bedeutet — all das spricht von einer Pflanze, die Starre löst, Fluss bringt und Schmerz mildert ohne zu betäuben.
Kalbermatten R. & H., Pflanzliche Urtinkturen – Wesen und Anwendung
AT Verlag
Kalbermatten R., Wesen und Signatur der Heilpflanzen
AT Verlag
Kommission-E-Monographie (BfArM)
EMA/HMPC Monographie
Quelle öffnenESCOP Monographien
European Scientific Cooperative on Phytotherapy
Wichtl M., Teedrogen und Phytopharmaka
Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft
Frisch geerntet, von Hand verlesen, bei Raumtemperatur vermörsert und über Jahre gereift. Keine Erhitzung, kein Druck — die volle Lebenskraft der Pflanze, bewahrt.
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