Greta Guglielmetti · 21. April 2026

Ein neu eingerichtetes Labor in der Ceres Forschung und Entwicklung widmet sich einer fast hundert Jahre alten Methode: der Kupferchlorid-Kristallisation. Sie soll Qualitäten unserer Urtinkturen sichtbar machen, die sich einer rein chemischen Analyse entziehen — Lebendigkeit, Frische, innere Kohärenz.
Hochwertige Urtinkturen herzustellen ist für Ceres der Kern unserer Arbeit. Qualität ist für uns dabei mehr als das chemische und physikalische Profil eines Produkts. Qualität spiegelt auch die Aufmerksamkeit, Sorgfalt und Leidenschaft wider, mit der wir unsere Tinkturen begleiten — und die Bewahrung jener feinen Eigenschaften, die Heilpflanzen als lebende Organismen auszeichnen: ihre Vitalität.
Solche Qualitäten wissenschaftlich zu untersuchen ist anspruchsvoll. Die meisten verfügbaren Methoden richten ihren Blick auf rein chemisch-physikalische Aspekte — auf das Messbare, das Zählbare, das Isolierbare. Eine Methode aber hat sich in den vergangenen Jahren als vielversprechend gezeigt, gerade weil sie einen ganzheitlichen Zugang sucht: die Kupferchlorid-Kristallisation.
Die Methode wurde 1922 von Ehrenfried Pfeiffer entwickelt — damals unter dem Namen «Empfindliche Kristallisationsmethode». Über die ursprüngliche Intention schrieb Pfeiffer:
Unsere Forschungsarbeit begann mit dem Versuch, Reagenzien auf die ätherischen Kräfte zu finden und Wege aufzuzeigen, ihre Existenz nachzuweisen.
— Ehrenfried Pfeiffer, 1931
Heute arbeitet die Forschung daran, genauer zu verstehen, was Pfeiffer mit «ätherischen Kräften» meinte — und auf welche Probenmerkmale die Methode tatsächlich anspricht. Studien aus der Landwirtschaft haben gezeigt, dass die Kristallisation empfindlich ist für Qualitäten wie Frische und Widerstandsfähigkeit — also genau jene Eigenschaften, die nach unserem Verständnis auch unsere Urtinkturen auszeichnen.
Mit diesem Hintergrund haben wir innerhalb unserer Abteilung für Forschung und Entwicklung ein eigenes Labor für Kupferchlorid-Kristallisation eingerichtet. Begleitet von einem Team wissenschaftlicher Beraterinnen und Berater führen wir dort Kristallisationsexperimente durch und erkunden das Potenzial der Methode für die Charakterisierung unserer Produkte.
Das Prinzip ist so einfach wie präzise:





Kristallisationsbilder, die aus unterschiedlichen Pflanzenproben entstehen, unter verschiedenen Anbaubedingungen oder in unterschiedlichen Stadien von Frische und Alterung, unterscheiden sich voneinander. Jedes Bild spiegelt gewissermassen den Charakter der Substanz wider, die es geformt hat.
Frische Proben bilden reiche, kohärente, fein differenzierte Kristallmuster. Gealterte oder degradierte Proben zeigen oft einfachere, weniger strukturierte Bilder.
Indem wir diese Bilder gemeinsam mit unseren anderen Qualitätsanalysen auswerten, entsteht ein umfassenderes Verständnis unserer Produkte. Die Kristallisation ersetzt dabei keine bestehende Methode — sie ergänzt sie um eine Dimension, die sonst schwer zugänglich bleibt.
Es geht uns darum, das, was wir herstellen, besser zu verstehen — und das, was wir den Menschen anbieten, die unseren Arzneimitteln vertrauen, immer weiter zu verbessern.
Diese Verweise öffnen die jeweiligen Plattformen direkt. Sie sind als Ergänzung zum Artikel gedacht, nicht als native In-Page-Interaktion.