
| Das Krankheitsbild: | Beim Hühnerauge, medizinisch auch Klavus genannt, handelt es sich um eine bis zu 1 cm breite, schwielenartige und meist in der Nähe eines Knochens gelegene Hornhautverdickung. Im Gegensatz zur einfachen Schwiele bildet das Hühnerauge im Zentrum einen in die Tiefe gehenden Sporn. Dieser Hornkern verleiht der Schwiele ein augenartiges Aussehen, was dem Hühnerauge seinen Namen gab. Der tief in das Unterhautgewebe hineinreichende Zapfen löst auf Druck und beim Gehen stechende Schmerzen aus.
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| Die Symbolebene: | Der Volksmund kennt das Sprichwort, dass gelegentlich „der Schuh drückt“. Interessanterweise bilden sich Hühneraugen am häufigsten im Bereich der Zehen, wo sich die Fußreflexzonen für den Kopf befinden. Bildlich gesehen sind die Kopfzonen unter Druck geraten bzw. man tritt sich selbst auf die Füße. Stellen, die eigentlich weich und nachgiebig sein sollten, beginnen sich zu verhärten. Das Schwache panzert sich gegen einen zu starken oder immer wiederkehrenden Druck, der möglicherweise nicht nur mechanisch von den Schuhen, sondern auch psychisch durch bestimmte Lebensumstände ausgelöst wird. Schließlich bekommt nicht jede Frau, die Schuhe mit hohen Absätzen trägt, automatisch Hühneraugen, und viele Menschen reagieren auf drückendes Schuhwerk nur mit einer einfachen Schwiele. Druckstellen können also nicht die alleinige Ursache sein. | |
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